„Ohne Jugend ist kein Staat zu machen“

Kommunalpolitik?! 
 Ja, genauso wie Sie jetzt gerade schauen, hat ein Dreiviertel unserer Klasse auch geguckt. Aber spätestens nach dem 2. Projekttag wurde klar: Kommunalpolitik ist gar nicht so langweilig, sondern in vielerlei Hinsicht wirklich spannend und interessant. Im Rahmen des Projekts der Friedrich Ebert Stiftung hatten wir mit unserer Lehrerin Frau Funk die Möglichkeit, ein bisschen mehr in das politische Geschehen einzutauchen. Am ersten Projekttag ging es viel um die theoretischen Grundlagen, allerdings konnten wir uns bereits mit bestimmten Themenbereichen beschäftigen und unsere Standpunkte kundtun. Dadurch wurden uns nicht nur irgendwelche Fakten nahe gelegt, wir haben uns Meinungen gebildet und haben uns kritisch mit Themen auseinander gesetzt. Es ging nicht um scheinbar langweilige Fragen wie „Wie viele Leute sitzen im Bundestag?“, sondern um Fragen, die uns als Schüler betreffen: Wer bestimmt den Lehrplan? Wann und wie wähle ich? Sind Straßen, Grünflächen und Büchereien freiwillige oder Pflichtaufgaben der Stadt? Sitzen in Parlamenten wirklich nur alte Männer, die sich nicht für uns Jugendliche interessieren? Was verdient ein Politiker? 

Dann wurde es konkreter:  Wir sollten uns überlegen, was wir – wenn wir die Möglichkeit hätten – an Ingolstadt verändern würden oder was uns stört. Da es oft gleiche oder ähnliche Vorschläge gab, schlossen wir uns zu jeweils fünf Fraktionen zusammen und kämpften in diesen für unsere Ideen. Nachmittags bekamen wir die Gelegenheit, eine echte Stadtratssitzung zu besuchen und uns anzusehen, wie eine solche abläuft. Am Ende des Projekts – in der Finalsitzung – sollten wir nämlich selbst in die Rolle der Stadträte schlüpfen. 

Am nächsten Tag hatten wir die Möglichkeit mit fünf Stadträten in unseren Fraktionen Anfragen und Anträge auszuarbeiten. Ich denke, das war für viele ein sehr spannender Tag, da einem reale Einblicke in die Politik aus erster Hand geboten wurden und das Gefühl da war, wirklich gehört und ernst genommen zu werden. 

Am Finaltag im Sitzungssaal des Rathauses inszenierten wir dann eine Stadtratssitzung. Wir durften unsere erarbeiteten Anfragen an den Oberbürgermeister Herrn Dr. Lösel stellen, welcher diese beantwortet oder erklärt hat. Im zweiten Teil wurden wir aktiv. Die Anträge der Fraktionen wurden nacheinander ausdiskutiert. Was ich ganz besonders spannend fand, ist, dass eine tatsächliche Diskussion entstand. Jeder konnte seine Meinung vertreten und sachlich darlegen. Schließlich wurde durch Akklamation abgestimmt, so wie in einer echten Stadtratssitzung. Als Fazit kann ich sagen, dass sich diese drei Tage wirklich sehr gelohnt haben, und ich bin froh, die Möglichkeit bekommen zu haben, ein Teil davon gewesen zu sein.

Lea Pohl, FIW11e






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