Eine Portion Aufmerksamkeit zum gleich Essen bitte!

Nachdem im vergangenen Schuljahr im Rahmen des Tags der offenen Tür das Brain-Food-Konzept der AOK die Aufmerksamkeit vieler Schülerinnen und Kolleginnen auf sich zog und uns mit leckeren Lebensmitteln, wie veganen Wraps und smarten Smoothies, überzeugen konnte, hat der Arbeitskreis Lehrer-/ Schülergesundheit in diesem Jahr beschlossen, den kompletten Gesundheitstag dem Thema Brain-Food zu widmen. Alle Schülerinnen und Schüler sämtlicher Vorklassen konnten ihr Wissen über gesunde Ernährung und ihrer Auswirkungen auf die allgemeine Denk- und Aufmerksamkeitsfähigkeit erweitern. Essen, um für den Moment satt zu werden, scheint immer mehr die Devise der (Mittags-)Pause zu sein; doch essen, um fit zu werden bzw. zu bleiben, scheint in unserem stets hektischer werdenden Alltagsleben zunehmend an Bedeutung zu verlieren. Ein schon tragikomischer Widerspruch, denn gerade gesundes Essen könnte uns in vielerlei Hinsicht fitter und leistungsfähiger machen.

Man stelle sich vor: Die 7. Stunde. Deutsch. Nach 6 Stunden intensiven und fordernden Unterrichts. Draußen: knapp 30° Celsius. Es hängt
- der Magen aller Beteiligten auf bedauernswerte Weise in den Kniekehlen.
- der Schüler auf ergonomisch grenzwertige Weise in seinem Stuhl; sowie geistig durch.
- der Minutenzeiger der Uhr auf wundersame Weise offensichtlich (gefühlt) fest.

Kein Wunder! Denn unser Gehirn braucht mehr als einen Flanken Leberkäse, der, in Senf ertränkt und in des Kaisers Semmel festgeklemmt, vom Schüler in kürzester Zeit konsumiert und mittels schwarzgefärbtem Zuckerwasser (Experten sprechen hier von „Cola“) in den Leib gespült wurde.

Die AOK-Mitarbeiterin Frau Dipl. Oec. Troph. (Univ.) Hermine Flamensbeck erklärte uns in einem jeweils einstündigen Vortrag zunächst, dass Zucker nicht gleich Zucker ist (Monosaccharide, Disaccharide und Polysaccharide wurden hinsichtlich ihrer Verarbeitung im Körper abgegrenzt – klingt wissenschaftlich; war es auch :-) ), wonach mehrere Möglichkeiten aufgezeigt wurden, sich die empfohlene Tagesdosis an Zucker – allein unser Gehirn benötigt täglich etwa 120 Gramm – auf gesunde und vorhaltende Weise zuzuführen. Dabei trat die Dozentin immer wieder in den Dialog mit den Schülerinnen und Schülern, sodass kurze Erfahrungsberichte den Vortrag in ein konstruktives Gespräch mit Aufklärung und Beratung transformierten. 

Fazit: Eine gesunde Kost aus Vollkornprodukten, Nüssen und Gemüse/Obst (vielleicht erinnern sich manche Leserinnen und Leser an dieser Stelle an die täglichen fünf Farben, die, wie man in seiner Kindheit gelernt hat, verspeisen soll) wurde von Frau Flamensbeck nicht nur empfohlen, sondern in einer spannenden Präsentation in ihrer Wirkungsweise erklärt.

Nach einer Saftverköstigung, anhand derer die Schülerinnen und Schüler den Unterschied zwischen Direktsaft, Nektar und Capri-Sonne am eigenen Leib erfahren durften, fand die jeweils einstündige Veranstaltung der Dozentin ein sowohl informatives wie kurzweiliges Ende. 

Abschließender Tipp der AOK: Ein Ernährungstagebuch führen, um sich über das eigene Essverhalten bewusst zu werden und eine Lebensmittelpyramide aufstellen. Wichtig sei dabei aber stets, auf nichts völlig zu verzichten, denn: „Auch gute Laune kann man essen“.

Der AK Lehrer-/ Schülergesundheit bedankt sich bei der AOK für die nette Beratung, den interessanten Vortrag und die Info-Materialien, durch die ein allgemeines Bewusstsein für eine Ernährung gefördert wurde, die nicht nur schmeckt, sondern die geistige sowie die körperliche Leistungsfähigkeit erhöht.
Allseits guten Appetit!
 
AK Lehrer-/ Schülergesundheit
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