BT13 und FT13 an der TUM – Ein interessanter, informativer und abwechslungsreicher Vormittag

Obwohl in diesem Schuljahr der 1. März auf den „rußigen“ Freitag und damit den letzten Schultag vor den Faschingsferien fiel, waren alle Schüler – na ja, fast alle – pünktlich zur Abfahrt am Hauptbahnhof. An der TUM empfing uns dann der Dekan der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, Professor Dr. Utschick, ein ehemaliger Absolvent unserer Schule. 

In seinem Einführungsvortrag stellte er die TUM kurz vor. Dabei betonte er, dass Schüler der 13. Klasse der FOSBOS beste Voraussetzungen für ein Studium an einer Universität mitbringen, was sich in den Prüfungsergebnissen zeigt. Er wolle aber mit dieser Veranstaltung nicht unbedingt Werbung für die TUM machen, da hier kein Mangel an Studierenden herrscht. Die Größe der Universität solle allerdings niemanden abschrecken. Sie habe auch ihre guten Seiten, weil dadurch den Studenten viele Möglichkeiten, z.B. bezüglich Auslandssemester, offenstehen, die kleine Universitäten nicht in demselben Maße anbieten können.

Anschließend gab Herr Stöckle einen Einblick in seine Doktorarbeit: Anhand eines „einfachen“ Problems – wie gut muss ein Sensor sein, damit das Notbremssystem eines Pkw zuverlässig und zur vollsten Zufriedenheit des Fahrers funktioniert? – wurde schnell klar, dass das autonome Fahren ein sehr komplexes Thema ist, zu dessen Lösung auch jede Menge Mathematik nötig ist. In der folgenden Diskussion ging es dann auch mehr um die Probleme beim autonomen Fahren als um die Probleme bei einem Studium an einer Universität.

Herr Stöckle führte uns dann zum Lehrstuhl für Messsystem- und Sensortechnik, wo uns im Laserlabor faszinierende Projekte bzw. Experimente näher vorgestellt wurden.Bei einem Experiment wurde die Oberfläche eines Werkstoffs mit Laserlicht beleuchtet und deren Rauheit durch Auswertung des fotografierten Speckle-Musters bestimmt. Als Speckles bezeichnet man Interferenzphänomene, d.h. Erscheinungen, die bei der Überlagerung von Wellen beobachtet werden können. Vorteile dieses Verfahrens sind, dass es berührungslos funktioniert, in großen Entfernungen zum Messobjekt angewendet werden kann, eine flächenhafte Rauheitsmessung ermöglicht und schnell präzise Messergebnisse liefert.

Beeindruckend war vor allem das „Lasermikrofon“, ein Sensor zur Erfassung akustischer Signale, der ohne bewegliche Bauteile funktioniert. „Normale“ Mikrofone besitzen alle eine Membrane, deren Bewegung in ein elektrisches Signal umgewandelt wird. Ihr großer Nachteil ist daher, dass – falls sie in Fahrzeugen eingebaut werden – Erschütterungen eine Membranbewegung verursachen und dadurch der Sensor ein fehlerhaftes Signal liefern kann. Das „Lasermikrofon“ nutzt den Effekt, dass in einer Schallwelle die Luft unterschiedliche Dichte hat und die Lichtgeschwindigkeit etwas geringer ist, wenn die Dichte der Luft größer ist. Diese minimalen Laufzeitunterschiede können ausgenutzt werden, um das akustische Signal – auch bei Erschütterungen – störungsfrei zu erfassen.

So ging ein interessanter, abwechslungsreicher und informativer Vormittag überraschend schnell zu Ende und wir fuhren mit dem Zug zurück nach Ingolstadt.

David Ringelmann (FT13), Bernhard Jung

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