Auslandspraktikum in Moskau

Привет Москва!

In der wunderschönen Stadt Moskau durften wir, das heißt sieben Schülerinnen und zwei Schüler der 11. Klassen, im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung vom 19.05.2019-01.06.2019 lernen, staunen und lachen. Das Abenteuer Moskau traten wir Sonntagmorgen voller Vorfreude und zugegeben sehr müde am Flughafen in München an. Und abenteuerlich, das war unser Auslandspraktikum in der Tat – schon bei unserer Ankunft am russischen Flughafen Domodedovo in Moskau stellte sich heraus, dass die Überbrückung der sprachlichen Barriere eine Herausforderung wird. Dank unserer zwei russisch-sprachigen Schülerinnen und der großen Hilfsbereitschaft von russischer Seite haben wir den Weg ins Hotel allerdings problemlos gefunden und uns sofort wohlgefühlt – das Erkunden und vor allem das Arbeiten konnte beginnen!

Praktikum bei der Knauf KG

Unsere Schülergruppe aus den Zweigen Technik und Internationale Wirtschaft hatte während des Auslandaufenthaltes die Möglichkeit, ein zweiwöchiges Praktikum bei der Moskauer Filiale des Familienunternehmens Knauf in Krasnogov zu absolvieren. Die Firma ist Hersteller und Vertreiber von Systemen für Trockenbau, Boden, Putz und Fassade und betreibt rund 220 Werke sowie 75 Rohsteinbetriebe in über 86 Ländern. An unserem ersten Arbeitstag wurde uns nach einer sehr herzlichen Begrüßung unser Programm für die folgenden zwei Wochen vorgestellt, das einen umfassenden Gesamteindruck von den vielfältigen Strukturen und Fertigungsprozessen des Konzerns ermöglichte. Jeden Tag verbrachten wir in einer anderen Abteilung und trafen kompetente Arbeitnehmer aus den unterschiedlichsten Bereichen im Schulungszentrum, die uns ihre Aufgaben sowie allgemeine Abläufe des Unternehmens ausführlich erklärten. Für die Schüler aus dem technischen Zweig war der Tag unter dem Motto „Meisterklasse“ besonders spannend: An diesem durften wir uns als Maurer versuchen und das Verputzen von Wänden sowie das Zusammenbauen fertiger Rigipsplatten in einer Übungshalle unter Aufsicht eines technischen Meisters ausprobieren. Die Schüler des Zweigs Internationale Wirtschaft konnten stattdessen ihr Wissen aus dem IBV-Unterricht im Bereich der Buchhaltung anwenden. Die Kostenträgerstückrechnung haben wir an Knauf-Produkten durchgeführt und auch mit der Beurteilung von Ergebnissen haben wir uns versucht. Außerdem durften wir in der Personalabteilung an einem Vorstellungsgespräch teilnehmen und dabei den Bewerber analysieren. Diese Aufgabe konnten wir dank eines vorherigen Vortrags über Körpersprache und Verhaltensweisen erfolgreich durchführen.
Wir Techniker und Wirtschaftler sind uns einig – das Praktikum in der Knauf KG war super! Die gewonnenen Erfahrungen und Eindrücke werden uns bei unseren beruflichen Werdegängen mit Sicherheit weiterhelfen. Abschließend möchten wir uns bei der Knauf KG für den großen Aufwand und die freundliche Zusammenarbeit bedanken.

Praktikum an unserer Partnerschule Romanovskaya und an der Deutschen Schule Moskau

In der ersten Woche bekamen wir aus dem Sozialzweig die Möglichkeit, eine russische Schule kennenzulernen. Dabei wurden uns nicht nur Unterschiede zwischen dem deutschen und russischen Schulsystem erklärt, wir konnten auch Kontakte zu Schülern knüpfen und mehr über das Leben in Moskau erfahren. Unsere Aufgaben bestanden darin, einen Deutschunterricht zum Thema „Meine Familie“ für zwei 5. Klassen vorzubereiten. Zusätzlich durften wir einer 10. Klasse eine Präsentation über deutsche Subkulturen vorstellen und anschließend darüber auf Englisch diskutieren. Das Highlight war allerdings die Einladung zu einem Fest namens „Letzter Gong“, bei dem die Schüler ihren letzten Schulgong feiern und sich bei den Lehrern für ihr Engagement bzw. für die gute Betreuung bedanken. Zudem konnten wir unter Begleitung einer Deutschlehrerin die nicht touristenüblichen Ecken Moskaus entdecken.
In der zweiten Woche erfolgte ein Wechsel der Praktikumsstelle, wodurch sich für uns die Chance ergab, Erfahrungen an der „Deutschen Schule Moskau“ zu sammeln. Das Besondere dieser Schule ist, dass es sich um eine Botschaftsschule handelt, die nach dem thüringischen Lehrplan unterrichtet. Unsere Gruppe von vier Mädchen wurde auf den Kindergaren, den Hort und den Jugendclub aufgeteilt. In diesen Tätigkeitsbereichen duften wir uns ganz unmittelbar mit den Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen. Im Kindergarten bestanden die Aufgaben darin, die Kinder zu unterhalten, mit ihnen zu spielen und sie im Garten zu beaufsichtigen. Im Hort kamen noch die Hausaufgabenbetreuung und ein Waldspaziergang hinzu. Der Jugendclub bot den Jugendlichen nach der Schule einen gemeinsamen Treffpunkt. Mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und ihnen ein offenes Ohr zu schenken sowie zusammen Musik zu machen, gehörte hier zu den häufigsten Aufgaben.

Kultur- und Freizeit

Während unserer Zeit in Moskau lernten wir eine ganz neue Kultur kennen. Dies erfolgte nicht nur durch die Arbeit im Praktikum, sondern auch durch einige Kultur- und Freizeitaktivitäten. Ein persönliches Highlight unserer Moskaureise war der Besuch der Tretjakow-Galerie, in welcher verschiedenste russische Gemälde und Kunstwerke aus der Sowjet-Zeit sowie Gemälde aus der Ukraine und aus Kasachstan ausgestellt werden. Anschließend gingen wir in den nahe gelegenen Gorki-Park, wo wir den Abend gemütlich beim Betrachten der wundervollen Wasserfontänen ausklingen ließen. Weitere Aktivitäten in dieser Woche waren eine stimmungsvolle abendliche Schifffahrt auf der Moskwa sowie Spaziergänge durch den Sarjadje-Park und durch die Innenstadt von Moskau. Am Wochenende erwarteten uns ebenfalls traumhafte Erlebnisse. Beispielsweise erhielten wir eine Führung durch die schönsten Metro-Stationen in Moskau sowie zum Kreml und zum Roten Platz. Zum Abschluss des Wochenendes fuhren wir in den Stadtteil Moskau City, wo wir die Aussichtsplattform „Moskau 360°“ auf einem Hochhaus besuchten. Dort entstanden für uns alle unvergessliche Bilder und Erinnerungen. Die zweite Woche ließen wir bezüglich unserer Freizeitaktivitäten entspannt verlaufen. Neben einer kleinen Shoppingtour verbrachten wir nach der Arbeit ein paar gemütliche Stunden in verschiedenen Parks der Stadt. Am letzten Abend hatten wir mit den Lehrern ein gemeinsames Abendessen im Restaurant Khachapuri, in welchem verschiedenste Georgische Spezialitäten angeboten wurden. Anschließend ließen wir die Reise bei einem nächtlichen Spaziergang gemütlich ausklingen und freuten uns innerlich schon auf das Wiedersehen mit unseren Familien, Freunden und Bekannten.

Nach den zwei Wochen können wir müde, aber durchaus sehr stolz, mit vielen Erfahrungen geschmückt, auf die letzten Tage zurückschauen. Wir wollen unbedingt wieder nach Moskau zurückkehren.

Johanna Grau (FIW11c), Thomas Cordier (FIW11c), Alina Linger (FIW11c), Annika Bülow (FS11e), Melissa Brening (FS11e), Maria Klüsener (FS11e), Selina Heinze (FS11f-Ei), Chiara Hudi (FT11c), Jonathan Adshead (FT11c)

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