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Berufliche Oberschule Ingolstadt
Staatliche Fachober- und Berufsoberschule

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Schulentwicklung im Schuljahr 2024/2025



„If we teach today as we taught yesterday, we rob our children of tomorrow.“ – John Dewey


Mit diesem Satz formulierte der amerikanische Reformpädagoge John Dewey vor über hundert Jahren eine bildungspolitische Maxime, die aktueller kaum sein könnte. In einer sich stetig wandelnden Welt bedeutet Schulentwicklung vor allem eines: den Mut und die Bereitschaft, sich gemeinsam weiterzuentwickeln – in Haltung, Konzepten und Strukturen. An der Beruflichen Oberschule Ingolstadt verstehen wir Schulentwicklung deshalb als einen ganzheitlichen, nachhaltigen und partizipativen Prozess, der maßgeblich von den Ideen, dem Engagement und dem Mitgestaltungswillen der gesamten Schulfamilie getragen wird.

Ein zentrales Entwicklungsfeld im Schuljahr 2024/25 war dabei der reflektierte Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht. In überregionalen Fortbildungen, der Fachschaftsarbeit und beim pädagogischen Halbtag „KI in der Unterrichtspraxis – Chancen und Grenzen“ setzte sich das Kollegium intensiv mit den Potenzialen und Grenzen KI-gestützter Anwendungen auseinander. In praxisnahen Workshops wurden Einsatzmöglichkeiten von adaptiven Feedbacksystemen und lernstandsdiagnostischen Tools zur Förderung individualisierter Lernprozesse erprobt und kritisch reflektiert. Dabei steht eines zweifelsohne fest: KI kann und soll den pädagogischen Prozess bereichern – nicht ersetzen. Ihr Mehrwert liegt in der Ergänzung menschlicher Interaktion durch intelligente, adaptive Unterstützung.

Neben dem verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien bleibt auch die Gesundheitskompetenz zentraler Bestandteil unserer Schulentwicklungsarbeit. Dies spiegelt sich auch im schulinternen Konzept „Kompetent in die Zukunft (KidZ)“ wider. In spiralcurricular aufgebauten Modulen erwerben unsere Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schulzeit überfachliche Kompetenzen, die sie auf eine zunehmend dynamischere Lebens- und Arbeitswelt vorbereiten. Zu diesen sogenannten „Future Skills“ gehören beispielsweise kritisches Denken, digitale Mündigkeit, Selbstreflexion, soziale Verantwortung sowie der selbstbestimmte und verantwortungsvolle Umgang mit sozialen Medien und künstlicher Intelligenz. KidZ schafft Räume für überfachliches Lernen und fördert die Fähigkeit, die komplexen Herausforderungen der Zukunft konstruktiv zu bewältigen – im digitalen wie im realen Raum.

So verfolgt die Schule mit dem Projekt „Screen Smart – Selbstbestimmt statt medienabhängig“ einen strukturellen Ansatz zur Prävention und Förderung digitaler Gesundheitskompetenz. Ergänzend zu den bereits etablierten Modulen der Medienkompetenztage der 11. Klassen wurde das neue Modul „Medienabhängigkeiten“ entwickelt, erprobt und im Spiral-Curriculum verankert.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung unseres Schulsanitätsdienstes zu SSD+MHFA (Mental Health First Aid). Unterstützt durch starke Partner wie die Johanniter-Unfall-Hilfe wurden Kompetenzen im Bereich der Ersten Hilfe systematisch ausgebaut. Mit der Weiterentwicklung des Schulsanitätsdienstes zu SSD+MHFA (Mental Health First Aid) reagieren wir gezielt auf die zunehmenden Anforderungen im Umgang mit psychischen Notfällen. Durch Fortbildungen in Zusammenarbeit mit externen Anbietern, interne Schulungen, Workshops und einen digitalen Notfallkanal (#Erste Hilfe) konnten wir unser Angebot im Schuljahr 2024/2025 weiter professionalisieren und fest in den Schulalltag integrieren.

Für die Bedeutung von Prävention und Selbstfürsorge im schulischen Kontext sensibilisiert der pädagogische Halbtag zum Thema Kopfschmerzprävention. Gemeinsam mit dem Zentrum für Forschung und Diagnostik bei Implantaten, Entzündungen und Schmerzen (ZIES) reflektiert das Kollegium Belastungen im Schulalltag und entwickelt präventive Strategien. Ergänzt wird dieses Gesundheitsangebot durch unsere Wahlkurse „Yoga“ sowie „Resilienz und Stressmanagement“. Diese Kurse unterstützen unsere Schülerinnen und Schüler dabei, ihre mentale und körperliche Gesundheit bewusst zu stärken und geeignete Strategien zu entwickeln, um mit den vielfältigen Herausforderungen und Belastungen souverän umgehen zu können.

Für dieses umfassende Engagement im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung wurde die Berufliche Oberschule Ingolstadt im Berichtsjahr mit dem Prädikat „Gute gesunde Schule“ ausgezeichnet – eine Bestätigung unseres Anspruchs, Bildung ganzheitlich zu denken.

Alle Maßnahmen folgen dem übergeordneten Ziel, schulische Entwicklungsprozesse nicht punktuell, sondern nachhaltig zu gestalten. Ob SSD+MHFA, KI-gestützte Individualisierung oder medienpädagogische Präventionsarbeit – stets stehen die Bedürfnisse der Schulfamilie im Mittelpunkt. Die im Rahmen der Zielvereinbarungen mit der Dienststelle gesetzten Schwerpunkte werden praxisnah umgesetzt und konsequent an den Bedarfen der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte und des schulischen Umfelds ausgerichtet.

Ganz im Sinne Deweys verstehen wir Veränderung nicht als Bedrohung, sondern als Gestaltungsauftrag. Eine Schule, die ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag ernst nimmt, bleibt niemals stehen – sie entwickelt sich kontinuierlich weiter. Und sie wächst – an der Vielfalt der Schulfamilie, an den Anforderungen der Zeit und an der gemeinsamen Vision einer Schule der Zukunft.

All dies wäre nicht möglich ohne die Menschen, die Schule täglich mit Leben füllen. Ein herzliches Dankeschön daher allen Kolleginnen und Kollegen für ihr pädagogisches Engagement, ihre Innovationsfreude und ihr Durchhaltevermögen, unseren Schülerinnen und Schülern für ihre Offenheit und konstruktive Mitwirkung, den Eltern für ihre vertrauensvolle Begleitung sowie allen Mitarbeitenden und externen Partnern, die unsere Arbeit mit Professionalität und Herz unterstützen.

Denn: SCHULE ist das, was wir GEMEINSAM daraus machen.

Yvonne Seitz

Mitarbeiterin in der Schulleitung (Schulentwicklung und Qualitätsmanagement)

Schulentwicklung - Gesamtschau 2024/2025
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