Auslandspraktikum in Schottland:
Wir hatten die Möglichkeit am Auslandspraktikum in der Ingolstädter Partnerstadt Kirkcaldy teilzunehmen, das dankenswerterweise von Robert Main und unseren Lehrkräften Frau Frey und Frau Reitzer organisiert wurde. Gleich am Montag wurden wir sechs Schüler aus dem Wirtschafts- und dem Sozialzweig auf unsere Praktikumsstellen in der Town Hall, in einem Übersetzungsbüro, im MSP-Office von David Torrance, im YMCA Community Hub und am Fife College aufgeteilt. Im Praktikum waren alle Leute äußert freundlich und hilfsbereit und jedem wurde zu Beginn Kirkcaldy gezeigt, auch wenn die Gespräche mit den Einheimischen anfangs von vielen „Excuse me! What did you just say?“ geprägt waren. Das liegt daran, dass der schottische Akzent keineswegs leicht zu verstehen ist. Das Verständnis hat sich aber innerhalb der zwei Wochen verbessert.
Wenn man mutig genug war, durfte man sogar Spezialitäten der schottischen Küche, wie beispielsweise Haggis und Black Pudding, probieren, die äußerst gewöhnungsbedürftig schmecken. Diese Verkostung war freiwillig, verpflichtend war hingegen die Verkostung des schottischen Nationalgetränks Irn-Bru, auf das die Einheimischen sehr stolz sind. Das löste bei einigen wahre Begeisterungsstürme aus, bei anderen wurde das Getränk bei erneutem Anbieten höflich abgelehnt.
Natürlich bestand der Aufenthalt in Schottland aber nicht nur aus dem Praktikum, sondern auch aus verschiedensten Aktivitäten, wie zum Beispiel Lawn Bowling, eine in Deutschland wenig verbreitete Sportart. Trotzdem gab es unter uns wahre Naturtalente. Andere dagegen haben bis zum Ende nicht verstanden, wie sie die Kugeln halten müssen. Außerdem besuchten wir auch das Fife College in Kirkcaldy. Dort mussten wir feststellen, dass es große Unterschiede zum deutschen Schulsystem gibt.
Die absoluten Highlights unseres Aufenthalts waren jedoch die Ausflüge am Wochenende. Am Samstag fuhren wir nach St. Andrews, gefolgt von einer Fahrt mit dem Schnellboot zur Isle of May. Die Insel ist berühmt für ihre Papageientaucher. Zu unserem Glück bekamen wir einige dieser Vögel zu sehen, die in echt viel kleiner sind, als wir erwartet hatten. Der Ausflug wurde schließlich durch eine übergroße Portion Fish and Chips abgerundet. Am Sonntag ging es dann gleich in der Früh nach Edinburgh. Obwohl Edinburgh nicht die größte Stadt Schottlands ist, kann man dennoch sagen, dass Edinburgh nicht nur eine sehenswerte, sondern auch außergewöhnliche Stadt ist. Nach einer interessanten Stadtführung, in der wir einiges über J.K. Rowling und John Knox (Begründer der schottischen Kirche), der nun in der Mitte eines Parkplatzes begraben liegt, erfuhren, durften wir die Statdt anschließend einige Stunden auf eigene Faust erkunden. Dabei wurden sämtliche Harry-Potter-Museen und Geschäfte abgeklappert. Andere besuchten die Souvenirshops der Altstadt oder besichtigten das Nationalmuseum. Wer einen tollen Blick auf die Stadt erhaschen wollte, konnte außerdem zum Calton Hill wandern.
Bevor wir wieder nach Deutschland zurückflogen, durften wir noch einmal den schottischen Rasen genießen. Wir spielten Park Golf, eine Mischung aus Minigolf und normalem Golf. Dabei hatte jeder eine Menge Spaß. Abschluss der Reise war ein gemeinsames Abendessen mit den Organisatoren dieses Aufenthalts, denen wir nochmals herzlich für die tolle Zeit danken!
Text und Bilder: Benno Dirsch, Korbinian Beringer, Luca-Leonard Bernstein