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Berufliche Oberschule Ingolstadt
Staatliche Fachober- und Berufsoberschule

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Verleihung des Abiturpreises für Katholische Religionslehre

Ein besonderer Moment für die FOS/BOS Ingolstadt: Erstmals wurde der Abiturpreis Katholische Religionslehre der Schulabteilung der Diözese Eichstätt verliehen. Die neue Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen im Fach Katholische Religionslehre und setzt zugleich ein Zeichen für die Bedeutung des Faches an den Beruflichen Oberschulen.

Im Rahmen des Festakts zur Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten am 7. Juli 2026 im Stadttheater Ingolstadt erhielten vier Schülerinnen diese besondere Anerkennung: Leonie H., Valeria R. und Ines R. (alle FIW 13a) sowie Teresa W. (FW 13).

Für den Abiturpreis sind besondere Leistungen im Fach Katholische Religionslehre der 13. Jahrgangsstufe sowie im Seminarfach erforderlich. Die Preisträgerinnen überzeugten dabei nicht nur durch ihre fachliche Leistung, sondern auch durch ihr Engagement für die Schulgemeinschaft. Unter anderem brachten sie sich bei der Vorbereitung und Gestaltung des ökumenischen Gottesdienstes ein und leisteten damit einen wertvollen Beitrag zum religiösen Leben an der Schule.

Der Abiturpreis der Diözese Eichstätt macht sichtbar, wie wichtig die Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens, der Ethik und der eigenen Verantwortung in einer sich verändernden Gesellschaft ist. Er würdigt junge Menschen, die über den Unterricht hinaus bereit sind, Werte zu reflektieren und Verantwortung zu übernehmen.

Die Schulgemeinschaft gratuliert den vier Abiturientinnen herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung und bedankt sich bei der Diözese Eichstätt für die Einführung des Abiturpreises. 

Für ihren weiteren Lebensweg wünschen wir den Abiturientinnen alles Gute, viel Erfolg und Gottes reichen Segen.


Text: StR Philipp Wallner, Fachbetreuung Religion und Ethik 
Bild: StR Mario Hiemer

Nachhaltigkeit erleben - Projekttag an der FOSBOS Ingolstadt

Am Donnerstag, den 23. Juli 2026, drehte sich an der FOSBOS Ingolstadt alles um das Thema Nachhaltigkeit. Unter dem Motto „Gut für mich. Gut für andere. Gut für die Schöpfung.“ tauschten die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen und Vorklassen den regulären Unterricht gegen eine abwechslungsreichen Projekttag voller Ideen, Kreativität und Engagement.

Ausgangspunkt waren die beiden Rahmenthemen „Das gute Leben für alle – Eine nachhaltige Schulkultur“ und „Nachhaltige Ernährung und Klimawandel“. In den Klassen wurde recherchiert, diskutiert, geplant und gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten eigenständig kreative Projekte und setzten ihre Ideen in vielfältigen Handlungsprodukten um. 

Die Bandbreite der Themen war beeindruckend: Von gesunder Ernährung, einem nachhaltigeren und gesundheitsbewussteren Pausenverkauf sowie bewusstem Konsum die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung bis hin zu aktuellen Herausforderungen wie der Fast Fashion-Problematik, dem Urban-Heat-Island-Effekt,  der Prävention des Vapens oder einer Pfandflaschensammelaktion zum Ressourcenschutz. Gleichzeitig setzten sich die Klassen mit der Frage auseinander, wie die Schule zu einem Ort werden kann, an dem sich alle Mitglieder der Schulfamilie wohlfühlen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Beim anschließenden Gallery Walk in der Aula präsentierten die Klassen ihre Ergebnisse. An den einzelnen Stationen wurde erklärt, diskutiert und nachgefragt – ein lebendiger Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften entstand. Dabei zeigte sich eindrucksvoll, das Nachhaltigkeit weit mehr bedeutet als Umwelt- und Klimaschutz. Sie umfasst ebenso die eigene Gesundheit, einen bewussten Lebensstil und ein wertschätzendes Miteinander.

Besonders wertvoll war, dass Nachhaltigkeit an diesem Tag nicht nur theoretisch behandelt, sondern ganz konkret erlebt wurde. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass ihre Ideen Wirkung entfalten können und jeder Einzelne durch bewusstes Handeln einen Beitrag leisten kann. Aus abstrakten Begriffen wurden greifbare Möglichkeiten: Nachhaltiger einkaufen, Lebensmittel wertschätzen Ressourcen schonen oder in der Pause bewusst zu einer gesünderen Alternative greifen. So wurde deutlich: Nachhaltigkeit bedeutet nicht Verzicht, sondern verantwortungsbewusste Entscheidungen – für sich selbst, für andere und für die Schöpfung.

Der Projekttag machte eindrucksvoll sichtbar, dass viele kleine Schritte im Alltag gemeinsam Großes bewirken können. Nachhaltiges Handeln stärkt nicht nur die Umwelt, sondern auch das  Miteinander in der Schulgemeinschaft und trägt dazu bei, unsere Schule aktiv mitzugestalten.

Ein herzlicher Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern für ihre Kreativität und ihr großes Engagement sowie dem Arbeitskreis Nachhaltigkeit und den Hausmeistern für die tatkräftige Unterstützung bei der Durchführung dieses gelungenen Projekttages. Gemeinsam wurde deutlich: Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen – und lebt davon, dass viel mitmachen.

Text und Bild: Philipp Wallner (AK Nachhaltigkeit)


 

Bühne, Klang und Kreativität - ein Jahr voller künstlerischer Impulse

Auch in diesem Schuljahr haben die Fachschaften Musik und Kunst das Schulleben in vielfältiger Weise bereichert und entscheidend mitgestaltet. Dabei zeigte sich erneut, dass Schule weit über Unterricht und Organisation hinausgeht: Erst durch Musik und Kunst entstehen besondere Momente, die Veranstaltungen lebendig machen und ihnen eine eigene Atmosphäre verleihen.

Besonders hervorzuheben sind die musikalischen Aktivitäten, die auch in diesem Jahr wieder sehr gefragt waren. Die Ensembles waren nicht nur innerhalb der Schule präsent, etwa bei Adventskonzerten, Informationsveranstaltungen oder beim Begrüßungsprogramm für den Schüleraustausch, sondern wirkten auch bei externen Veranstaltungen mit. So sorgte die Schulband am 24.11.2025 im Maritim Hotel in Ingolstadt für musikalische Unterhaltung und überzeugte mit ihrem vielfältigen Repertoire. Am 22. und 23. April trug das Bläserensemble wesentlich zur Atmosphäre der Theaterabende bei und bereicherte die Inszenierungen musikalisch. Bei den Bandabenden am 28. und 29. April präsentierten Schulband und Bläserensemble gemeinsam ein abwechslungsreiches Programm aus klassischen und rockigen Stücken und zeigten dabei ihr großes musikalisches Können. Ein Ausblick auf die Abiturfeier im Juli, bei der die Musikerinnen und Musiker erneut im Einsatz sein werden, rundete das musikalische Jahr ab. Unter der Leitung von Herrn Peters gelang es den Ensembles in kurzer Zeit ein vielseitiges Repertoire zu erarbeiten. 

Im Fach Kunst wurden die kreativen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise sichtbar gemacht. Neben der regulären Ausstellung der Kunstwerke in den Schulgebäuden entstand in diesem Jahr eine noch engere fächerübergreifende Verbindung der bildenden Kunst. Unter der Leitung von Frau Utz wurden unter anderem Plakate für das Schultheater gestaltet sowie eine umfangreiche digitale Werkschau erarbeitet, die in die Bandabende integriert wurde. Dadurch konnten ausgewählte Kunstwerke aus der fpA Kunst, dem WPF Kunst sowie dem Seminar einem breiten Publikum präsentiert und gewürdigt werden. Ergänzend wurde an den Bandabenden die kreative Vielfalt noch erweitert: Schülerinnen und Schüler der fpA Holztechnik präsentierten unter der Leitung von Herrn Tattenberger ausgewählte Werkstücke in analoger Form. Diese konnten vom Publikum vor, zwischen und nach den Veranstaltungen bestaunt werden. So entstand ein vielseitiger und anschaulicher Einblick in die kreative Arbeit an der Schule.

Abschließend gilt ein herzlicher Dank allen beteiligten Schülerinnen und Schülern, den Musikerinnen und Musikern, dem Technikteam sowie den Künstlerinnen und Künstlern für ihren Einsatz und ihre Kreativität. Ein besonderer Dank geht an Herrn Peters, Frau Utz und Herrn Tattenberger für ihr großes Engagement, ihre Begeisterung und ihre motivierende Begleitung, die die Arbeit der Fachschaften Kunst und Musik in besonderer Weise geprägt haben.

Text und Bilder: StR Philipp Wallner


Glaube erleben - Begegnungen und Einblicke im Vor-Oratorium St. Josef

Ende April besuchte die katholische Religionsgruppe FIW13a/b in Begleitung von Herrn Wallner das Vor-Oratorium St. Josef in Ingolstadt. Der Empfang durch Pater Ralph schlug sogleich die Brücke zur Kirchengeschichte: Mit der Frage nach dem Beginn der Reformation (1517) eröffnete er den historischen Kontext des Hauses. Das Gebäude ist eng mit dem Wirken des hl. Petrus Canisius verbunden, der Ingolstadt zu einem Zentrum der Gegenreformation machte. Ursprünglich als Konvikt für männliche Gymnasiasten genutzt, gab es früher einen „Fensterkontakt“ zum gegenüberliegenden Mädchenpensionat – eine Anekdote, die bis heute für Schmunzeln sorgt. Heute verbindet das Haus Tradition und Moderne: Teile dienen als bezahlbarer Wohnraum für Studierende, während im Kern weiterhin eine geistliche Gemeinschaft lebt.

Im Rahmen der Führung erhielt die Gruppe Einblicke in verschiedene Bereiche des Hauses. Besonders eindrucksvoll waren die Räumlichkeiten des Klosters, die einen Blick in den sonst nicht öffentlich zugänglichen Alltag ermöglichten. Im Anschluss besuchte die Gruppe die Hauskapelle. Neben architektonischen Eindrücken wurde die Spiritualität des Ortes deutlich. Hervorgehoben wurde der Patron Philipp Neri, der den Glauben mit Freude, Humor und Leichtigkeit vermittelte. Zudem wurde die marianische Frömmigkeit thematisiert: Der Jesuitenpater Jakob Rem erlebte 1604 während des Gebets eine mystische Erfahrung, in der ihm der Titel „Mater Ter Admirabilis“ („Dreimal Wunderbare Mutter“) zugeschrieben wurde. Das Altarbild erinnert an dieses Ereignis und prägt bis heute die Spiritualität des Ortes. Im weiteren Verlauf berichteten zwei Mitbrüder von ihrer Berufung und ihrem Weg ins Ordensleben. Die unterschiedlichen Lebensläufe – etwa mit einem vorherigen Maschinenbau-Master – zeigten die Vielfalt beruflicher und spiritueller Wege sowie die Bedeutung der Sinnsuche. Anschließend bestand die Möglichkeit für Fragen, unter anderem zum Alltag im Vor-Oratorium und zur Geschichte der Gemeinschaft. Zum Abschluss erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Abi-Segen zur Stärkung für die bevorstehenden Prüfungen.

Wir danken dem Vor-Oratorium herzlich für die Gastfreundschaft und die tiefen Einblicke in dieses besondere Wirken. Vergelt’s Gott dafür!

Text und Bild: Philipp Wallner, StR

Weitere 40 Laptops vom Round Table

 

Die digitale Ausstattung an der FOSBOS Ingolstadt wurde erneut Ende April erweitert, denn die Schule erhielt weitere 40 Laptops vom Round Table 96 Ingolstadt, die künftig eingesetzt werden können.

Durch die zusätzlichen Geräte stehen den Schülerinnen und Schülern noch mehr Möglichkeiten für digitales Lernen, Recherchearbeiten, Präsentationen und projektorientiertes Arbeiten zur Verfügung. Die neuen Laptops tragen dazu bei, digitale Kompetenzen gezielt zu fördern und moderne Unterrichtsformen weiter auszubauen.

Mit der erneuten Aufstockung des Gerätebestands setzt die FOSBOS Ingolstadt ihren Weg fort, zeitgemäße Lernumgebungen zu schaffen und die Voraussetzungen für einen zukunftsorientierten Unterricht kontinuierlich zu verbessern.

Erfolg beim Schreibwettbewerb des Kulturamts

Die Schülerin Johanna Drenckhahn aus der Klasse FT 12 c  konnte beim diesjährigen Schreibwettbewerb des Kulturamts einen herausragenden Erfolg erzielen: In der Altersgruppe der 10. bis 13. Klassen erreichte sie den 2. Platz und überzeugte die Jury mit einer besonders eindrucksvollen literarischen Leistung.

Die feierliche Preisverleihung fand in den Räumen der Sparkasse Ingolstadt Eichstätt statt, die als Gastgeber einen würdigen Rahmen für die Veranstaltung bot. Kulturreferent Marc Grandmontagne überreichte die Urkunden und Geschenke persönlich und würdigte die Leistungen der jungen Autorinnen und Autoren mit großem Lob. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung des Schreibens und der Kreativität mit den Worten: „Wir alle sind Teil von Geschichten, Dramen und Theater!“

Unter der Leitung der Juryvorsitzenden Heike Marx-Teykal von der Stadtbücherei wurden zahlreiche Einsendungen zum diesjährigen Thema „So was hast du noch nicht gesehen“ bewertet. Johanna Drenckhahn gelang es dabei, mit ihrer mitreißenden und hochemotionalen Geschichte besonders hervorzustechen. Ihr Text erzählt von der Rückkehr zu einem „vergangenen Leben“ und verbindet eindrucksvoll Reflexion, Spannung und emotionale Tiefe. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der erzählerischen Reife und der intensiven Bildsprache der jungen Autorin.

Der Erfolg von Johanna Drenckhahn unterstreicht nicht nur ihr außergewöhnliches Talent, sondern auch die Bedeutung kreativer Förderung im schulischen Kontext. Für die Schulgemeinschaft ist diese Auszeichnung ein besonderer Anlass zur Freude und ein inspirierendes Beispiel dafür, wie junge Stimmen Gehör finden und berühren können.

Text & Foto: StRin Julia Reich  

Zukunft gestalten: Ökologische Impulse für eine nachhaltige Welt

Mit viel Engagement und Kreativität für Umwelt- und Zukunftsthemen setzten sich die Schülerinnen und Schüler im Seminarfach Nachhaltigkeit & Umweltschutz ein. Dabei entstanden auch wertvolle Kooperationen mit der Katholischen Universität Eichstätt und der Audi Stiftung für Umwelt. Philip Redenz untersuchte die Auswirkungen des Ploggings auf Körper und Psyche. Plogging ist ein aus Schweden stammender Trendsport, der Joggen mit dem Aufsammeln von Müll verbindet. Regelmäßig organisiert die Audi Stiftung für Umwelt Plogging-Events, oft in Zusammenarbeit mit Partnern wie der Audi BKK und dem FC Ingolstadt 04; Ziel ist es, sportliche Betätigung mit aktivem Umweltschutz zu verknüpfen und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schärfen. Anna-Lena Hunglinger setzte sich für die Aufklärung zum nachhaltigen Bergbau ein und Felix Robien war in das Projekt der Audi Stiftung für Umwelt zu den urbanen Filtern integriert: Urbanfilter fangen Mikroplastik – primär aus Reifen- und Bremsabrieb – direkt am Entstehungsort im Gully=Abwasserkanal auf, bevor es in die Kanalisation und Gewässer gelangt.

Alte Geräte, neue Chancen: Nachhaltiger Umgang mit Elektroschrott

Wie wertvoll alte Handys, Kabel und ausgediente Elektrogeräte tatsächlich sind, zeigte sich beim Seminarprojekt der Schülerin Emily Meßing. In einem selbst produzierten Film „Denk an die rote Tonne!“ widmet sich Emily dem oft unterschätzten Thema „Seltene Erden im Elektroschrott“. Anschaulich und verständlich erklärt der kreativ umgesetzte Film, dass in nahezu jedem Elektrogerät seltene Rohstoffe stecken. Diese sind nicht nur begrenzt verfügbar, sondern ihre Gewinnung ist häufig mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden. Umso wichtiger ist die richtige Entsorgung: Nur wenn Elektroschrott fachgerecht gesammelt wird, können diese wertvollen Materialien recycelt und wiederverwendet werden. Genau hier setzte auch die Aktionswoche der gesamten Schulfamilie an: Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Personal brachten alte Elektrogeräte mit in die Schule und sorgten so gemeinsam für eine umweltgerechte Entsorgung.

Wasser zieht Leben an: Teichbau als Booster für die Biodiversität

Ein weiteres anschauliches Beispiel lieferte das Projekt von Darja Ramchen, die in Kooperation mit der Katholischen Universität Eichstätt ihren Bau des naturnahen Teichs im Kapuzinergarten in Eichstätt auch filmisch dokumentierte. Der entstandene Kurzfilm gibt nicht nur Einblicke in die praktische Umsetzung, sondern verdeutlicht auch die ökologische Bedeutung solcher Lebensräume. Teiche leisten nämlich einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität, indem sie Lebensraum für Insekten, Amphibien und zahlreiche andere Organismen bieten. Außerdem entwickelte Darja eine übersichtliche Checkliste, die zeigt, wie sich auch der eigene Garten mit einfachen Maßnahmen biodiverser gestalten lässt.

Mini-Garten, große Wirkung: Kräuter für die Fensterbank

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit einer Grundschule in Ingolstadt realisierte Isabell Tabler: Unter dem Titel „Kräuter auf der Fensterbank im Klassenzimmer“ vermittelte sie den Kindern der dritten Klasse, wie sich auch ohne eigenen Garten frische Kräuter anbauen lassen. Dabei wurde nicht nur praktisch gepflanzt, sondern auch Wissen über die Bedeutung von Kräutern für eine gesunde Ernährung vermittelt. Viele Küchenkräuter wie Basilikum, Schnittlauch oder Petersilie enthalten wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem stärken und zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen können.

Wenn Schleimer zur Plage werden – ökologische Schneckenbekämpfung im Garten

Nicole Schweizer befasste sich mit der Frage, wie man gefräßige Nacktschnecken im eigenen Garten effektiv ohne Chemie bekämpfen kann. Statt giftiges Schneckenkorn einzusetzen, das auch für Igel und Vögel sowie weitere Tierarten gefährlich sein kann, untersuchte sie in ihrem Projekt biologische Barrieren und sanfte ökologische Abwehrmethoden. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Schädlingen und Nützlingen: Während die rotbraune Wegschnecke (Nacktschnecke) oft ganze Ernten vernichtet, sind andere Arten wie die Weinbergschnecke (Gehäuseschnecke) äußerst nützlich, denn sie fressen vorwiegend welkes Pflanzenmaterial und helfen so bei der Humusbildung. Besonders interessant ist, dass die Weinbergschnecke und auch der Tigerschnegel die Eigelege von Nacktschnecken fressen und so indirekt dabei helfen, die Ausbreitung der Schädlinge einzudämmen.

Wir möchten uns bei Frau Schumm (Didaktik der Biologie der Katholischen Universität Eichstätt) und Herrn Wloka mit seinem Team der Audi Stiftung für Umwelt für ihre Bereitschaft zur Kooperation und ihre tolle Zusammenarbeit bedanken. Einen besonderen Dank an die Schülerinnen und Schüler unseres Seminarfachs - die Projekte, und damit die Arbeit der Schülerinnen und Schüler, zeigen eindrucksvoll, dass Umweltschutz im Kleinen bei jedem von uns beginnt und wir durch Wissen über biologische Zusammenhänge effektiv und nachhaltig handeln können.

 

Text und Bilder: OStRin Kathrin Bührle und StRin Tanja Friedrich



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