English in Action: Speed Debating zwischen Schülern der FOS Ingolstadt und der Freiherr von Ickstatt Realschule
„What’s the skeleton in your closet?“ – mit einer Frage wie dieser begann im Rahmen des Englischunterrichts ein Projekt der Realschulkooperation, das die Klasse FT12b der FOS Ingolstadt und eine zehnte Klasse der Freiherr von Ickstatt Realschule zusammenführte. Ziel des Projekts war es, die kommunikativen Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler in der Fremdsprache gezielt zu stärken und einen Austausch zwischen den Schularten zu ermöglichen. In einem Format, das an SpeedDating erinnerte, jedoch als einszueinsDebatte angelegt war, saßen sich die Jugendlichen paarweise gegenüber, stellten sich kurz vor und diskutierten anschließend Fragen aus sechs Kategorien – Lebensträume, Lebensweisheiten, Persönliches, Mut, eigene Überzeugungen und Selbstbewusstsein. Für jede Antwort standen nur 20 Sekunden zur Verfügung, was präzises Formulieren verlangte und den Austausch fokussiert hielt. Nach jedem Signal wechselten die Schülerinnen und Schüler einen Platz weiter, sodass immer neue Gesprächskonstellationen entstanden. In entspannter Atmosphäre entwickelte sich so ein Gespräch auf Englisch, der Raum für Übung, Nachdenken und unterschiedliche Perspektiven bot und den Austausch zwischen den Realschülerinnen und Realschülern und den Abiturientinnen und Abiturienten der FOS sinnvoll und nachhaltig bereicherte.
Text und Bild: StR Evelyn Wiese
Auslands-fpA in Portugal
Als wir von der Möglichkeit erfuhren, ein Praktikum bei ATEC in Portugal machen zu können, waren wir sofort interessiert. Umso größer war dann die Freude als wir erfahren haben, dass wir wirklich dabei sind. Nach der Anreise in Lissabon wurden wir von Anfang an super herzlich aufgenommen. Das Team bei der ATEC war sehr offen und freundlich und jeder hatte immer ein offenes Ohr für uns.
Im wirtschaftlichen Bereich waren Hannah und Alex hauptsächlich im Marketing eingesetzt. Dadurch bekamen sie gute Einblicke in die Arbeitswelt und haben sich vor allem mit der Social-Media Praesenz der Firma ausseinandergesetzt.
Moritz, Theo, Tomas, Martin, Phillip und Alina waren im technischen Bereich unterwegs. Dort ging es deutlich praktischer zu, wie zum Beispiel mit Schweißen, Drehen, Fräsen, besonders cool war das Projekt mit dem Aluminium Würfel, der gefräst wurde und dann am Schluss zu einem fertigen Produkt umgesetzt wurde. Dabei haben wir nochmal richtig gemerkt, wie viel Spaß uns die Zusammenarbeit gemacht hat.
Neben der Arbeit haben wir auch einiges von der örtlichen Kultur kennengelernt. Ob ein Bummel durch Lissabon, eine gemeinsame Führung durch die Stadt, ein Surfkurs am Meer, oder beliebte Süßspeisen wie Pastel de nata, die uns allen sehr gut geschmeckt haben.
Insgesamt können wir auf diese zwei Wochen so zurück blicken, dass wir sehr viel praktisches bzw. theoretisches Wissen erlangt haben und dabei auch gemeinsam eine neue Kultur kennengelernt haben. Wir sind alle sehr dankbar für die Chance, die wir bekommen haben und für die Zeit und Erlebnisse, die wir miteinander genießen durften.
Text: Alexander Glasel
Zwischen Klassenzimmer und KI - drittes Netzwerktreffen bayerischer Lehrkräfte und Jugend präsentiert
30 Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen Teilen Bayerns - die meisten von ihnen kommen von Gymnasien, aber auch Realschulen und Fachoberschulen sind vertreten – starten das neue Jahr mit Blick auf das Thema Präsentationskompetenz beim dritten Netzwerktreffen von Jugend präsentiert in Bayern im Pavillon der FOSBOS Ingolstadt. Als sogenannte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren von Jugend präsentiert stärken die Lehrkräfte das Präsentieren an ihren Schulen. Im Fokus steht der Einsatz Künstlicher Intelligenz und das Thema Lampenfieber, aber auch der Austausch zwischen den Lehrkräften verschiedener Schulformen und Schulen. Beim Impulsvortrag von Dr. Fabian Ruth von der Forschungsstelle von Jugend präsentiert vom Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen, erfahren die Lehrkräfte, wie sich Feedback mit Hilfe von KI weiterdenken lässt. Dr. Ruth forscht zur digitalgestützten Förderung der Präsentationskompetenz und gibt den Lehrkräften Einblick in neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Nutzung von KI. Außerdem zeigt er Übungen für den Unterricht, um KI konkret zur Unterstützung bei der Präsentationsvorbereitung zu nutzen.
Lampenfieber – ein Thema, das im Schulalltag allgegenwärtig ist – steht ebenfalls auf der Agenda des Netzwerktreffens. Unter dem Titel „Keine Angst vor der Angst“ zeigte Kommunikationstrainerin Sabine Gutzeit, dass Aufregung vor Präsentationen völlig normal ist und viele Gesichter haben kann. Typische Symptome wie Herzklopfen, zittrige Hände oder eine angespannte Stimme sind alles körperliche Reaktionen als Ausdruck eines natürlichen Stressmechanismus. Zu den Strategien, um dem Lampenfieber wirksam zu begegnen, zählen z.B. eine gute inhaltliche Vorbereitung, bewusste Atemtechniken, positive Selbstinstruktionen sowie das schrittweise Heranführen an Präsentations-Situationen. Auch das Enttabuisieren von Nervosität und ein wertschätzendes Feedbackklima werden als wichtige Faktoren genannt. Ziel ist es, Lernende zu ermutigen, ihre Aufregung anzunehmen und trotz Nervosität souverän zu präsentieren. Nach einem spannenden Austausch verabschieden sich die Lehrkräfte, gestärkt mit neuen Impulsen, innovativen Ideen und einer großen Portion Motivation, die Präsentationskompetenzen weiterhin an ihren Schulen zu fördern.
Jugend präsentiert ist eine gemeinnützige Bildungsinitiative mit dem Ziel, die Präsentationskompetenz zu fördern. Ihr vielfältiges Angebot reicht von Unterrichtsmaterialien, Fortbildungen für Lehrkräfte bis hin zum bundesweiten Wettbewerb für die Schülerschaft. Die FOSBOS Ingolstadt nutzt diese Möglichkeiten seit vielen Jahren: Wir greifen die grundlegenden Methoden von Jugend präsentiert in jedem Schuljahr auf bzw. führen diese fort und fördern unsere Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schulzeit. Die fünf Multiplikatorinnen Frau Bührle, Frau Dörfler, Frau Friedrich, Frau Gronauer und Frau Kuttenreich halten dieses Modul auf dem aktuellsten Stand, bilden Lehrkräfte fort und bieten zusätzlich vertiefende Module für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler an.
Text und Bilder: OStRin Kathrin Bührle (Landeskoordinatorin Jugend präsentiert in Bayern / Fachbetreuerin für MINT-Förderung & Hochschulkooperation)

VOR ORT: Lehramtsbotschafter informieren über den Lehrerberuf
Erneut durften wir Lehramtsbotschafterinnen und Lehramtsbotschafter bei uns begrüßen. Im Rahmen der Informationsveranstaltung „VOR ORT. Werde Lehrkraft in Bayern – gestalte die Zukunft!“ erhielten unsere Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten des Lehramtsstudiums und in den abwechslungsreichen Beruf der Lehrkraft.
Vorgestellt wurden die folgenden Schularten:
- Lehramt an Grund- und Mittelschulen
- Lehramt an Realschulen
- Lehramt an Gymnasien
- Lehramt an beruflichen Schulen
- Lehramt für Sonderpädagogik
Die Botschafterinnen und Botschafter berichteten aus erster Hand über ihren Studienalltag, die unterschiedlichen Ausbildungswege sowie über die vielfältigen Aufgaben und Chancen im Lehrerberuf. Dabei wurde deutlich, wie wichtig pädagogisches Geschick, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind.
Die Veranstaltung richtete sich sowohl an Schülerinnen und Schüler, die bereits fest entschlossen sind, ein Lehramtsstudium aufzunehmen, als auch an Jugendliche, die sich sozial engagieren und gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Besonders angesprochen wurden außerdem Schülerinnen und Schüler, für die ein sozialer Studiengang infrage kommt und die den Lehrerberuf bisher vielleicht noch nicht in Betracht gezogen hatten.
Durch persönliche Gespräche und anschauliche Erfahrungsberichte konnten viele Fragen beantwortet und neue Perspektiven eröffnet werden. Vielleicht wurde bei der einen oder dem anderen Interesse an einem Beruf geweckt, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die Zukunft junger Menschen aktiv mitgestaltet.
Bild: Logo der Projekts: abrufbar unter: https://www.lehrer-werden.bayern/
Eine Reise in die britische Metropole
Für 18 Schülerinnen und Schüler der 13. Klasse sowie Frau Finger und Frau Frey lautete das Motto: „London calling!" Unsere Studienfahrt führte uns in die pulsierende Hauptstadt Großbritanniens, wo spannende Tage voller Eindrücke, Erlebnisse und neuer Erfahrungen auf uns warteten.
Kaum angekommen, stürzten wir uns ins Londoner Leben. Die berühmte Underground brachte uns zu den Highlights der Stadt: Big Ben, Buckingham Palace oder der Sky Garden standen ganz oben auf unserer Liste. Aber auch andere Ecken, wie der Camden Market oder Greenwich, wurden von uns neugierig erkundet. Im Tate Modern durften wir im Rahmen eines Workshops moderne Kunst genauer kennenlernen. Wir besuchten außerdem das Natural History Museum, bestaunten das Science Museum und machten einen Abstecher in die National Gallery.
Und die Abende ließen wir gemeinsam in Pubs und im Hostel ausklingen.
Am Freitagmittag hieß es dann Abschied nehmen von London – mit vielen Bildern, einigen Souvenirs und vor allem unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck.
Text und Bilder: StR Teresa Frey
Bericht über den Expertenvortrag von Tina Hubrich zum Thema Organspende
Die 12. Klasse hatte im evangelischen Religionsunterricht von Frau Scharfe die Gelegenheit, einem Vortrag von Tina Hubrich beizuwohnen. Frau Hubrich ist ehrenamtlich bei den Johannitern engagiert, u.a. als Fahrerin für Organtransporte. Dieser Vortrag fügt sich nahtlos in das Unterrichtsthema 12.3_Lebenswert des LehrplanPlus ein, dessen Ziel es ist, Schüler in die Lage zu versetzen, ethische Streitfragen kompetent zu debattieren.
Frau Hubrich begann mit einer Einführung in die Grundproblematik der Organspende in Deutschland, indem sie die Diskrepanz zwischen der Zahl der Organspender und jenen, die dringend auf ein Spenderorgan warten, thematisierte. Ein besonderes Augenmerk ihres Vortrags lag auf ihrer Tätigkeit als Fahrerin, bei der sie lebensrettende Organe in kürzester Zeit von einem Ort zum anderen transportiert. Diese Transporte sind entscheidend, um die knappe Zeitspanne optimal zu nutzen, in der Organe nach der Entnahme transplantiert werden müssen.
Durch ihre detaillierte Beschreibung der logistischen Herausforderungen und emotionalen Erlebnisse während dieser Einsätze vermittelte Frau Hubrich den Schülern eindrucksvoll, welchen Beitrag die ehrenamtlichen Helfer zu diesem lebensrettenden Prozess leisten. Sie schilderte, wie eine reibungslose und schnelle Überführung von Organen zentral für den Erfolg der Operationen ist und wie wichtig es ist, in solchen Momenten Verantwortung und Präzision zu zeigen. Ihre persönliche Motivation, als Fahrerin tätig zu sein, verdeutlichte sie durch Erzählungen, in denen sie die immense Dankbarkeit von Empfängern und deren Angehörigen beschrieb.
Der Vortrag verknüpfte die theoretische Grundlage der Organspende mit ethischen und religiösen Fragestellungen, die im Unterricht behandelt werden. Themen wie Autonomie, Menschenwürde und das Verständnis von Leben und Tod wurden diskutiert. Frau Hubrich beantwortete zahlreiche Fragen der Schüler, wobei sie auf ethische Überlegungen einging, die mit ihrer Tätigkeit verbunden sind, wie etwa die Vorbereitung auf den psychischen Druck und die Verantwortung, die mit jedem Transport einhergeht.
Diese facettenreiche Betrachtung der Organspende und des damit verbundenen ethischen Diskurses bietet den Schülern wertvolle Einsichten und fördert eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema. Der LehrplanPlus zielt darauf ab, eine tiefere Reflexion über ethische Streitfragen zu fördern, und Frau Hubrichs Erfahrungen trugen dazu bei, diese Themen lebendig und praxisnah zu machen.
Insgesamt war der Vortrag von Tina Hubrich ein prägender und lehrreicher Bestandteil des Unterrichts und ermutigte die Schüler, sich eingehend mit den moralischen Dimensionen der Organspende auseinanderzusetzen. Die Schüler verließen den Vortrag mit einem besseren Verständnis für die Bedeutung von Organspende und der Rolle, die ehrenamtliche Helfer wie Frau Hubrich dabei spielen.
Text und Bilder: Larissa Scharfe, OStRin

Zu Besuch im Residenztheater in München
Schülerinnen und Schüler der 12. und 13. Klassen der FOSBOS Ingolstadt besuchten das Residenztheater in München, um das traditionsreiche Volksstück „Der Brandner Kaspar“ zu erleben. Grundlage der Inszenierung bildet die bekannte Erzählung von Franz von Kobell, die in eindrucksvoller Weise auf die Bühne gebracht wurde.
Im Mittelpunkt steht der eigenwillige und zugleich lebensfrohe Brandner Kaspar, verkörpert von Sigi Zimmerschied, der sich selbst dem leibhaftigen Tod, dem Boandlkramer, widersetzt. Mit feinem Gespür für Sprache und Charakterzeichnung gelingt es der Inszenierung, die Geschichte des bayerischen Sturschädels ehrlich, berührend und zugleich humorvoll zu erzählen – ohne dabei in Sentimentalität zu verfallen.
Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich durchweg beeindruckt von den schauspielerischen Leistungen sowie von der gelungenen Verbindung aus Komik und existenzieller Tiefe. Der Theaterbesuch eröffnete einen lebendigen Zugang zur Literatur und regte zugleich zur Auseinandersetzung mit eigenen Lebensvorstellungen, Werten und der Endlichkeit des Lebens an.
Text und Bilder: StR Julia Reich