Auslandspraktikum in Genua (Italien):
Sechs Schülerinnen und Schüler sowie Herr Lohmayer starteten die gemeinsame Reise nach Italien. Früh am Morgen trafen wir uns am Hauptbahnhof und erreichten nach einer langen Fahrt mit Bus und Bahn gegen 17:30 Uhr Genua – das Abenteuer konnte beginnen!
Unser Hotel lag zentral in der Altstadt, sodass wir nach dem Einchecken noch einen ersten Spaziergang durch die Gassen Genuas unternehmen konnten. Natürlich durfte ein Stopp bei einer typischen Piadineria nicht fehlen.
Am nächsten Morgen wurden wir unseren Anleiterinnen an den Praktikumsstellen vorgestellt. Jeweils zwei von uns arbeiteten im Kindergarten, in der Grundschule und in der Nachmittagsbetreuung der Deutschen Schule Genua. Schnell wurden wir in den Alltag integriert und konnten trotz kleiner Sprachbarrieren eine gute Verbindung zu den Kindern aufbauen. Besonders beeindruckend war, wie viel Kommunikation auch ohne perfekte Sprachkenntnisse möglich ist – mit Hand und Fuß und viel Herz.
Unsere Aufgaben waren vielseitig: Wir halfen den Kindern bei den Hausaufgaben in Mathe und Deutsch, unterstützten sie bei Bastelarbeiten, verteilten das Mittagessen und sorgten für Aufsicht in den Pausen auf der Terrasse. Besonders schön war es, sich in der Freizeit mit den Kindern zu beschäftigen, ob beim Uno-Spielen oder beim Zuhören, als ein Vater zur Freude aller auf seiner Violine vorspielte. Natürlich gehörte auch das Schlichten kleinerer Streitereien zum Alltag – eine gute Gelegenheit, unsere Geduld und unsere Kommunikationsfähigkeiten zu üben.
Neben dem Praktikum erkundeten wir in unserer Freizeit die Stadt und ihre Umgebung. In der ersten Woche besichtigten wir den alten Hafen, entdeckten kleine Gassen und probierten zahlreiche Pizzerien aus.
Am Samstag machten wir uns gemeinsam mit Herrn Lohmayer auf den Weg nach Boccadasse, einem malerischen Fischerdorf am Stadtrand von Genua. Bei Sonnenschein genossen wir den Ausblick auf das Meer und stärkten uns mit traditionellen Trofie al Pesto. Anschließend ging es weiter nach Nervi, wo wir an der wunderschönen Küstenpromenade spazierten, Schmuck kauften und Eis aßen. Zurück im Hotel verabschiedeten wir uns am Abend von Herrn Lohmayer und begrüßten Frau Mohr.
Am Sonntag fuhren wir mit Frau Mohr nach Santa Margherita Ligure und weiter mit dem Bus ins berühmte Portofino. Nach einem Aufstieg zum Castello Brown wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht auf das Meer und den malerischen Ort belohnt. Den Abend ließen wir gemütlich in Camogli ausklingen, wo wir Pizza am Strand bei Sonnenuntergang genossen.
Auch in der zweiten Woche standen viele Highlights auf dem Programm: Wir besichtigten den prunkvollen Palazzo Reale, das zweitgrößte Aquarium Europas sowie das Museum der optischen Illusionen. Ein besonderes Erlebnis war unser Ausflug nach Righi, ein höher gelegenes Viertel von Genua. Da die Zahnradbahn außer Betrieb war, bewältigten wir die zahlreichen Treppenstufen zu Fuß – 40 Minuten bergauf! Belohnt wurden wir mit einem fantastischen Ausblick über die Stadt. Auf dem Rückweg begegneten wir sogar einem Wildschwein.
Am Freitagabend hieß es schließlich Abschied nehmen. Mit vielen neuen Eindrücken, schönen Erinnerungen und großer Dankbarkeit für diese einzigartige Erfahrung traten wir um 23 Uhr unsere Heimreise an.
Text: Miriam Wasserman und Simon Schuster (FS11d)
Bilder: StRin Karin Mohr
