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Berufliche Oberschule Ingolstadt
Staatliche Fachober- und Berufsoberschule

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Bericht über den Expertenvortrag von Tina Hubrich zum Thema Organspende

Die 12. Klasse hatte im evangelischen Religionsunterricht von Frau Scharfe die Gelegenheit, einem Vortrag von Tina Hubrich beizuwohnen. Frau Hubrich ist ehrenamtlich bei den Johannitern engagiert, u.a. als Fahrerin für Organtransporte. Dieser Vortrag fügt sich nahtlos in das Unterrichtsthema 12.3_Lebenswert des LehrplanPlus ein, dessen Ziel es ist, Schüler in die Lage zu versetzen, ethische Streitfragen kompetent zu debattieren.

Frau Hubrich begann mit einer Einführung in die Grundproblematik der Organspende in Deutschland, indem sie die Diskrepanz zwischen der Zahl der Organspender und jenen, die dringend auf ein Spenderorgan warten, thematisierte. Ein besonderes Augenmerk ihres Vortrags lag auf ihrer Tätigkeit als Fahrerin, bei der sie lebensrettende Organe in kürzester Zeit von einem Ort zum anderen transportiert. Diese Transporte sind entscheidend, um die knappe Zeitspanne optimal zu nutzen, in der Organe nach der Entnahme transplantiert werden müssen.

Durch ihre detaillierte Beschreibung der logistischen Herausforderungen und emotionalen Erlebnisse während dieser Einsätze vermittelte Frau Hubrich den Schülern eindrucksvoll, welchen Beitrag die ehrenamtlichen Helfer zu diesem lebensrettenden Prozess leisten. Sie schilderte, wie eine reibungslose und schnelle Überführung von Organen zentral für den Erfolg der Operationen ist und wie wichtig es ist, in solchen Momenten Verantwortung und Präzision zu zeigen. Ihre persönliche Motivation, als Fahrerin tätig zu sein, verdeutlichte sie durch Erzählungen, in denen sie die immense Dankbarkeit von Empfängern und deren Angehörigen beschrieb.

Der Vortrag verknüpfte die theoretische Grundlage der Organspende mit ethischen und religiösen Fragestellungen, die im Unterricht behandelt werden. Themen wie Autonomie, Menschenwürde und das Verständnis von Leben und Tod wurden diskutiert. Frau Hubrich beantwortete zahlreiche Fragen der Schüler, wobei sie auf ethische Überlegungen einging, die mit ihrer Tätigkeit verbunden sind, wie etwa die Vorbereitung auf den psychischen Druck und die Verantwortung, die mit jedem Transport einhergeht.

Diese facettenreiche Betrachtung der Organspende und des damit verbundenen ethischen Diskurses bietet den Schülern wertvolle Einsichten und fördert eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema. Der LehrplanPlus zielt darauf ab, eine tiefere Reflexion über ethische Streitfragen zu fördern, und Frau Hubrichs Erfahrungen trugen dazu bei, diese Themen lebendig und praxisnah zu machen.

Insgesamt war der Vortrag von Tina Hubrich ein prägender und lehrreicher Bestandteil des Unterrichts und ermutigte die Schüler, sich eingehend mit den moralischen Dimensionen der Organspende auseinanderzusetzen. Die Schüler verließen den Vortrag mit einem besseren Verständnis für die Bedeutung von Organspende und der Rolle, die ehrenamtliche Helfer wie Frau Hubrich dabei spielen.

Text und Bilder: Larissa Scharfe, OStRin




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