„DIE RAUTE" ist ein Preis der Hanns-Seidel-Stiftung, welcher seit 2010 die Arbeit von Schülerzeitungsredaktionen auszeichnet. Aufgrund der Coronapandemie wurde jedoch die für 2020 geplante Preisverleihung auf den 20.12.2021 verschoben. Nach erfolgreicher Prämierung durfte auch unsere Schülerzeitung, der „Insider", an der Preisverleihung in München teilnehmen. Nach den Eröffnungsreden des Stiftungsvorsitzenden Markus Ferber und Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach wurden die 17 Preisträger der rund 80 eingereichten Zeitungen vorgestellt. An dem Wettbewerb nahmen Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Förderschulen und berufliche Schulen aus ganz Deutschland teil. Im Rahmen des Wettbewerbs gibt es drei Kategorien, die jeweils für jede Schulart ausgezeichnet werden:
Zusätzlich werden auch zwei Sonderpreise für Online-Schülerzeitungen verliehen. Das Preisgeld beträgt insgesamt 5.100 €, welches auf je 300 € pro Sieger aufgeteilt wird. Der „Insider“ gewann hierbei in der Kategorie Informationsvielfalt mit der Ausgabe „Time for change".
Urteil der Jury:
„Die Leserschaft kann sich hier über relevante und aktuelle Themen informieren. Die Redaktion deckt vielfältige Bereiche ab, wie beispielsweise Politik, Geschichte oder auch Digitalisierung, aber auch jugendrelevante Themen wie Mode, Kreatives oder Fotografie werden behandelt. Der Inhalt wird unterstützt durch viele Fotos und Bilder, die das Geschriebene gut untermalen.“
Unsere Redaktion bedankt sich herzlich für diese Anerkennung! Auch für das Jahr 2021/2022 werden wir weiterhin unser Bestes geben!

Antonia Galster (FS13b) und Leonie Dörr (FS12b)
Fotos: Hanns-Seidel-Stiftung München
Gebannt und gefesselt waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse FT12d von den Ausführungen des Herrn Münzner (Kripo-Beamter in Ingolstadt). Cannabis (THC und CBD), Kräutermischungen, Heroin, Kokain, Amphetamine, Speed und einiges mehr standen am 24. Januar auf der Tagesordnung. Provokant oder realistisch (?) konstatierte er zunächst nüchtern, dass die 12. Klässler, die hier vor ihm sitzen, mit Cannabis o.ä. sicherlich bereits Erfahrung hätten und sich hier als wissend fühlen mögen. Selbst wenn dem so sei, so hatte er nun die Aufmerksamkeit aller.
Im Mittelpunkt stand hierbei die Frage nach der Legalisierung von Cannabis. Die Klasse hatte sich im Herbst 2021 intensiv mit den vielfältigen Für- und Wider-Argumenten beschäftigt und äußerte den Wunsch nach mehr Informationen, um zu einem klareren Standpunkt zu kommen. Gelegenheit, sich über die Positionen des Polizei-Beamten Gedanken zu machen, gab es reichlich. Herr Münzner nahm kein Blatt vor den Mund und berichtete hautnah aus seiner langjährigen Diensterfahrung: Warum greift man zu Cannabis oder zu einem der anderen Rauschmittel, was verspricht sich der Konsument davon, wie schnell gerät man in die Suchtfalle usw. Authentisch konnte er von Einzelschicksalen berichten, deren „Drogenkarriere“ tragisch endete: Schul- oder Studienabbruch, Kriminalisierung, Prostitution, bis hin zum Tod.
Ganz offen resümierte er, dass eine Legalisierung von Cannabis die Polizei einerseits entlasten würde, aber dass ganz andere Probleme in der Gesellschaft entstehen würden, die letztlich auf die Sozialsysteme zukommen. Denn harmlos sei Cannabis sicher nicht. Anschaulich schilderte er an individuellen Schicksalen, wie der Konsum dieses „Grases“ die Persönlichkeit verändern und Lebenswege zerstören kann. Da Cannabis eine Einstiegsdroge sei, könne man in dem Zusammenhang die Gefahr weiterer Drogen nicht außer Acht lassen. Aus vielerlei Gründen sei er gegen eine Legalisierung. Auch die ständig herangezogene Parallele zum berauschenden Alkohol lasse er nicht gelten. Aus der Gefahr des gesellschaftlich akzeptierten und leicht zugänglichen Alkohols könne nicht gefolgert werden, dass man eine weitere Droge zum freien Verkauf freigebe. Der Alkohol führe jährlich zu Tausenden von Toten und generiere Millionen Suchtkranke. Ein weiteres Problem solle sich eine Gesellschaft nicht schaffen.
In vielen Detailinformationen klärte er die Klasse über die derzeit rechtliche Lage diverser Rauschmittel auf, über die Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung und deren Folgen. Die Grenze von 100g des Besitzes von Cannabis beurteilte er äußerst kritisch: Dies habe dazu geführt, dass der THC-Gehalt je 100g stetig gestiegen sei und damit die Gefährdung des Konsumenten.
Im Fokus stand immer der Einzelne: Die Schülerin, der Schüler sah sich stets der Frage ausgesetzt: Wieso nimmt man ggf. Rauschmittel, was möge man sich - zu dem Zeitpunkt - davon versprechen und welche Folgen und Gefahren ergeben sich hieraus für einen selbst, aber auch für andere!
Eine zentrale Botschaft richtete er an die Klasse – eindringlich und aufrüttelnd: Bringe niemals einen anderen in Gefahr! Selbst wenn man irgendwie in Besitz einer noch so vermeintlich harmlosen Droge gekommen sein solle, gib niemals etwas an andere, keinem Freund, keiner Freundin, keinem Partner, keiner Partnerin. Wenn diese Person es nicht überlebt, wirst du deines Lebens nicht mehr froh!
Am Ende verabschiedete Ralf Münzner sich mit dem Gruße, man solle sich bitte - dienstlich betrachtet - nicht wiedersehen.
OStRin Melanie Funk
Klassenleitung FT12d

Buchstabenbattle – das kennt man aus dem Fernsehen. Poetry Slam ist mehr!
Es ist das Spiel mit Worten, mit Reimen, mit Rhythmus, es ist ein Auseinanderklabüstern von Begriffen, Sätzen, Phrasen und Redewendungen, ein Betrachten und Abwägen von Aussagen, die man einfach so sagt – und noch viel mehr.
Den Schülerinnen, die sich teils wöchentlich, teils alle zwei Wochen mit mir treffen, um sich kreativ auszudrücken, geht es um den tieferen Sinn. Sie hinterfragen, sie legen den Finger in die Wunde und sie scheuen es nicht, Kritik zu üben an Politik, an Gesellschaft oder an Personen im engeren Kreis. Das macht für sie Poetry Slam aus! Es ist nicht nur Unterhaltung, nicht nur seichte Berieselung wie eine Art Hintergrundmusik. Sie legen an sich und an die Kunst einen höheren Anspruch.


Es ist Kunst, keine Frage, was diese talentierten jungen Frauen mir hier regelmäßig vortragen. Denn das ist das wesentliche Kennzeichen des Poetry Slam: Es geht um den Vortrag. Entscheidend ist die Art des Präsentierens, die Lautstärke, die Geschwindigkeit und Modulation. Es kann ein Flüstern sein, ein anschwellendes Crescendo mit folgendem Decrescendo oder ein beharrendes, nachdrückliches Betonen mit bewusstem Setzen von Pausen. Im Zentrum stehen der Rhythmus und der Reim.
Deshalb ist es wichtig, diese Texte vorzutragen. Sie sind nicht zum Lesen gedacht. Gedruckt geht ein großer Wirkungseffekt verloren.
Leider hatten wir noch keine Gelegenheit, das Potenzial dieser Schülerinnen auf der Bühne zu präsentieren. Der in der Fronte angesetzte Poetry-Slam-Abend der Ingolstädter „Brüllaffen“ fiel pandemiebedingt leider aus. Hier hätten sie die Gelegenheit gehabt, sich auf der Bühne zu erproben und zu entfalten. Glück hatten wir hingegen, als wir im Herbst eine Veranstaltung des Theaters in Präsenzform besuchen durften: den Next-Generation-Poetry-Slam-Abend, der hier regelmäßig von Pauline Füg und Tobias Heyel angeboten wird. Dieser findet seitdem nur online statt.
OStRin Melanie Funk
Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Ingolstadt sammeln Weihnachtspakete für die Hilfsorganisation Regens Wagner Hohenwart.
Auch dieses Jahr sind die Schülerinnen und Schüler der FOSBOS Ingolstadt zu Weihnachten ihrer Tradition nachgegangen und haben eine Aktion ins Leben gerufen, damit jede Klasse einen Beitrag zum Fest der Liebe für andere Menschen leisten konnte. Diese sollte den Kindern und Jugendlichen des Regens Wagner Hohenwart zugutekommen.

Zahlreiche Klassen haben sich an der Aktion beteiligt und mit großer Leidenschaft Weihnachtskartons und -karten gebastelt, um den Bewohnerinnen und Bewohnern zu Weihnachten eine Freude zu bereiten. 54 Pakete, gepackt mit Buntstiften, Malbüchern, Süßigkeiten und vielem mehr, sind dabei zusammengekommen.

Pünktlich zu Weihnachten, am 23. Dezember, hat sich die SMV aufgemacht, um die Geschenke zu übergeben. Aufgrund der Coronapandemie war es leider nicht möglich, die Pakete persönlich den Kindern und Jugendlichen zu überreichen. Die Heimleitung hat die SMV aber herzlichst in Empfang genommen und ist von so viel Engagement überwältigt gewesen.
Karolin Frank
Die FOSBOS Ingolstadt erhielt für ihren Einsatz im vergangenen Schuljahr erneut die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“.
Der bayerische Naturschutzverband LBV, Umweltminister Thorsten Glauber und Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo beglückwünschten die prämierten Schulen, die diesen Titel nun ein Jahr lang tragen werden. „Die ausgezeichneten Schulen tragen durch ihr Engagement dazu bei, das Schulleben Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten. Sie setzen sich für Klima- und Biodiversitätsschutz ein und fördern globale sowie generationenübergreifende Gerechtigkeit“, erklärte die Bayerische Landeskoordinatorin Birgit Feldmann vom LBV.
Der 2021 gegründete Lehrer-Arbeitskreis der Schule für „Bildung und nachhaltige Entwicklung“ (= BNE), die SMV und auch der Förderverein der Schule engagieren sich bei der Planung und Umsetzung verschiedener Schulprojekte, z. B. beim Bau von Insektennisthilfen und Hochbeeten, bei der Reduzierung des Mülls durch den Einsatz von nachhaltigen Kaffeebechern, bei der Durchführung einer Kleidersammelaktion und vielem mehr.
Um in diesem Schuljahr neben der SMV auch möglichst viele Schülerinnen und Schüler aktiv einzubinden, ist geplant, eine Schüler-AG „Umwelt“ zu gründen. Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich bereits jetzt schon bei Frau Rott melden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).
StDin Anita Rott (AK BNE)


Schüler/-innen unserer Schule nahmen im Frühjahr 2021 am Schulwettbewerb zur Nanotechnologie des bayerischen Vereins Nanotech e.V. teil.
Ziel des Wettbewerbs war es, die Filterwirkung verschiedener Gesichtsmasken zu untersuchen. Hierfür experimentierten die Schüler/-innen zu
Hause im Rahmen des Chemieunterrichts mit gefärbtem Wasser und FFP2-Masken, OP-Masken, Stoffmasken sowie Kaffeefiltern.
Coronaviren besitzen einen Durchmesser von 80 bis 160 Nanometern. Sie werden als Bestandteil größerer Partikel ausgeschieden, die sich je nach
Größe unterschiedlich lange in der Luft halten.
Bei korrekter Anwendung von OP- und FFP2-Maske besteht durch die Filtration der Masken eine deutlich geringere Ansteckungsgefahr als ohne Maske.
Dies konnte von den Schüler/-innen mit Hilfe des Experiments qualitativ nachvollzogen werden. Die Beteiligten erhielten ein Teilnahmezertifikat.
Zwei Schüler der Ausbildungsrichtung Technik belegten den zweiten Platz beim bayerischen Schulwettbewerb und dürfen sich zusätzlich über ein
Preisgeld freuen.
OStRin Kathrin Bührle, MINT-Förderung
